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Für viele blinde und sehbehinderte Menschen ist der öffentliche Personennahverkehr von sehr großer Bedeutung. Nur durch den ÖPNV ist es möglich selbstständig die eigene Mobilität zu erweitern und erfolgreich das berufliche und soziale Leben zu meistern. Daher wird die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel wie Straßenbahn, U-Bahn, Zug und Bus im Orientierungs- und Mobilitätstraining auch mit unseren Schülern intensiv geübt.

Für die Benutzung ist es wichtig, dass unsere blinden und sehbehinderten Kinder und Jugendlichen Vorstellungen von den Fahrzeugen haben. Sie müssen z.B. wissen wo sich die Türen befinden, wie diese zu öffnen sind und wie der Schließvorgang abläuft, damit eine sichere und angstfreie Benutzung möglich ist.

Darüber hinaus besteht natürlich auch ein großes Interesse wie diese Fahrzeuge funktionieren.

Vor zwei Jahren wurde mit Hilfe des Behindertenbeauftragten der VAG, Herrn Bernd Zeitler, ein Projekt gegründet, in dem einmal jährlich eine Klasse des bbs in der Werkstatt der VAG die U-Bahnzüge genau kennen lernen kann.

In Zusammenarbeit mit den Herren Christian und Horst Netter von der U-Bahnwerkstatt wurde ein Programm erarbeitet, das auf die Bedürfnisse unserer Schüler abgestimmt ist. Dadurch haben sie die Möglichkeit, die U-Bahn im wahrsten Sinn zu begreifen und zu verstehen. Zahlreiche praktische und theoretische Informationen können mit den Unterrichtsfächern PCB und Mathe in Verbindung gebracht werden. Daneben können auch Einblicke in eine unbekannte Arbeitswelt gewonnen werden.

Wir wissen das Engagement der Mitarbeiter der VAG sehr zu schätzen, denn ohne ihre Bereitschaft wäre ein solcher Besuch nicht möglich. Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bedanken, dass sie trotz dichter Arbeitsabläufe immer Zeit für uns fanden und uns mit Geduld und Einfühlungsvermögen durch die Werkstatt führten!

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Da schlagen Männerherzen höher – 180 kw so ein Motor, 4 davon hat ein Zug, das ergibt ca. 980 PS erklärt Herr Netter!



Frauen und Technik? Aber sicher! Hier wird das Getriebe genau untersucht.





So sehen also die „Radreifenrohlinge“ der U-Bahn aus.





Herr Zeitler erklärt Artin die Details.





Wir wollen es schon genau wissen. Johannes vermisst die Spur der U-Bahn.





Unter fachkundiger Hilfe neue Dimensionen kennenlernen. Hier werden Schrauben festgezogen – keine Schräubchen.



Ein Blick in die große Werkshalle.





Die Technik der neuen automatischen U-Bahn ist beeindruckend. Herr Zeitler macht uns damit vertraut.





Wir machen vor nichts halt. in der Grube kann man auch mal ohne Gefahr eine Schiene ertasten und die U-Bahn von unten „inspizieren“.





Kaum zu glauben, ein tonnenschwerer U-Bahnwagen auf der Hebebühne!





Begreifen im doppelten Sinn!





Einmal „das Ruder“ in der Hand halten dürfen – am Fahrpult der U 3.

 

Wolfgang Bosch

 

Und hier noch ein Bericht von den Schülern der Klasse B/S 8