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Der Vormittag fand unter erschwerten Bedingungen, nämlich unter der Augenbinde, statt. Der Weg zur Schule, das Finden des Klassenzimmers, der Wechsel von dort in die Umkleidekabine, weiter in die Turnhalle. Torball spielen, das Spielfeld zuvor aufbauen.
Was für ein Abenteuer.
Dem Unterricht aufmerksam folgen, ganz ohne optische Reize.
Was für eine Anstrengung.
Selbst das Mittagessen sorgte keinesfalls für Entspannung. Finger in der Schüssel, Glas nicht gefunden, Senf auch nicht. Müde, sehr müde…

Am Nachmittag blieb auch keine Zeit zum Verschnaufen. Mit verschiedenen Simulationsbrillen waren wieder wohldurchdachte Aufgaben zu bewältigen.
Mit dem Bus zum Einkaufszentrum, Besorgungen erledigen, Rückfahrt.
Was für ein Abenteuer.
Abendessen kochen, Tisch decken, Küche reinigen.
Was für eine Anstrengung.
Nein, nur weil man mit den Simulationsbrillen ein wenig sehen kann, heißt dies nicht, dass dann alles leicht von der Hand geht.

Am Ende war das Bedürfnis sich auszutauschen groß. Man war sich recht schnell einig: unsere Schüler und Schülerinnen leisten eine ganze Menge und es ist unser Auftrag, sie bei der Bewältigung ihres Alltags mit Verständnis zu unterstützen und zu fördern.
Das müsste eigentlich auch gelingen, wenn sich Mitarbeiterinnen so engagiert und zu allem entschlossen auf derartige Fortbildungen einlassen.
Die Leute vom Reha-Bereich haben wie die Luchse aufgepasst, dass am Ende alle heil geblieben sind und sie waren, wie immer, begeistert von der kompletten Mannschaft.

Lisa Pohlmann