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Gruppenbild in der U-Bahnstation

Der Grund für diesen Besuch? Auf Initiative des BBSB hat die VAG sehbehinderte und blinde Menschen zur „U-Bahnnacht, die sicher macht“ eingeladen. Rund 100 Sehbehinderte und Blinde sind extra dafür wach geblieben und wollen es nun genau wissen. Wie funktioniert der U-Bahnbetrieb, wie sieht es im Gleisbereich aus, ist es nicht doch gefährlich, mit der U-Bahn zu fahren?

Auch 9 Schüler aus dem Internat des bbs haben sich in Begleitung ihrer Bertreuer/innen und Mobilitätslehrer/innen auf den Weg gemacht.

Mitarbeiter der VAG verzichten auf ihre Nachtruhe, sind trotzdem sehr gut gelaunt und erklären bereitwillig in kleinen Gruppen alle wichtigen Sicherheitseinrichtungen des U-Bahn-Systems. Man darf nach Herzenslust die Notruftaste ausprobieren und kann erleben, wie schnell sich die Zentrale meldet. Am eigenen Leib zu erfahren, dass die Türe der automatischen U-Bahn niemanden beim Schließen verletzt und wirklich sogar kleine Hindernisse wie einen Blindenstock erkennt – was für eine Beruhigung!

Der Höhepunkt ist sicher ein „Spaziergang“ im Gleisbereich, den man sonst besser nicht macht. Hier können eingehend die Sicherheitssysteme erkundet werden. Den Gleiskörper zu ertasten und die Stromschiene, die normalerweise mit 750 Volt gespeist ist, zu berühren, das sind schon ganz besondere Erfahrungen.

Eine Menge Fragen sind beantwortet, Befürchtungen sind ausgeräumt, aber es wird auch darauf hingewiesen, dass blinde und sehbehinderte Menschen beim Benutzen der U-Bahn sehr umsichtig und konzentriert vorgehen müssen und keine unnötigen Risiken eingehen sollten.

Die Zeit vergeht wie im Flug – oder wie in der U-Bahn.

Um 3:30 Uhr endet die spannende und erlebnisreiche Exkursion in den Untergrund und die Besucher/innen stapfen durch den nächtlichen Neuschnee nach Hause.
Auf's Bett freuen sich jetzt alle. Am U-Bahnhof Maxfeld wird es still.
 

Elisabeth Pohlmann – Reha-Bereich