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Bewegungspark für alle Generation – ein Bewegungspark für alle?

Der Sommer kann kommen! - Das neue Westbad – auch für blinde und sehbehinderte Badegäste barrierefrei!

Erleben und verstehen – eine Bereichsfortbildung für die Mitarbeiterinnen der Tagesstätte

Erfahren – Verstehen – Unterstützen – Fortbildungen im Reha-Bereich

Geisterstunde bei der VAG – Schüler und Schülerinnen aus dem Internat des bbs nürnberg erleben eine „U-Bahnnacht“

Bei den Pegnitzpfeilen – Schüler des bbs nürnberg besuchen die U-Bahnwerkstatt

 

22Der REHA-Bereich im bbs nürnberg ist eine bereichsübergreifend arbeitende Fachabteilung des Bereichs Wohnen, Leben, Födern mit den Aufgaben Lebenspraktische Fertigkeiten (LPF) und Mobilitäts- und Orientierungstraining.

Aufgabe des REHA-Bereiches ist es, den blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen individuelle Trainingsmöglichkeiten zur Verbesserung der Mobilität und der lebenspraktischen Fertigkeiten anzubieten. In den Gruppen und Bereichen der Einrichtung sollen die Mitarbeiter des REHA-Bereiches darauf hinwirken, dass ein Umfeld entsteht, in dem sich Blinde und Sehbehinderte sicher fühlen und die notwendige Selbständigkeit zur unabhängigen Lebensführung erwerben können. Aus diesem Grund werden Mitarbeiterfortbildungen durchgeführt, die durch Selbsterfahrung die Möglichkeiten und Probleme der Blindheit und Sehbehinderung aufzeigen.

Die Angebote des REHA-Bereiches können auf freiwilliger Basis in Anspruch genommen werden. Die Inhalte werden mit den Kindern und Jugendlichen abgestimmt. Die Trainingsmaßnahmen sind nicht nur auf zu erwerbende Fertigkeiten oder den Ausgleich von Defiziten ausgerichtet, sondern auf den Menschen in seiner Gesamtheit.

 

Mit dem Blindenstück über die StraßeMobilität

Die selbstständige Orientierung und Fortbewegung ist für jeden sehenden Menschen eine Selbstverständlichkeit.

Blinde und Sehbehinderte müssen erst entsprechende Techniken und Verhaltensweisen erlernen, um Wege im Alltag sicher bewältigen zu können.

  • Selbständigkeit ist täglich erforderlich
  • beim Spaziergang in der Wohngegend
  • beim Weg zur Schule oder zur Arbeit
  • beim Einkauf
  • zum Besuch von Bekannten und Freunden
  • zum Besuch von Veranstaltungen oder um in einer Gaststätte einkehren zu können

Das Mobilitätstraining ist ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Integration des blinden und sehbehinderten Menschen.

 

An der KasseDas Trainingsprogramm

  • Schulung der Restsinne und Aufbau und Entwicklung des Vorstellungsvermögens
  • Basistraining (Gehen mit sehender Begleitung etc.)
  • Erlernen der Stocktechniken
  • Kennenlernen von öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Einkaufen in verschiedenen Geschäften
  • Orientierung und Fortbewegung im Stadtzentrum
  • Training am Arbeitsplatz/Wohnort
  • Training mit elektronischen Orientierungshilfen

 

Straße überqueren Der Unterricht

Das Trainingsprogramm wird von qualifizierten Fachkräften (Mobilitätslehrern) mit langjähriger Berufserfahrung in Zusammenarbeit mit den Blinden und Sehbehinderten entwickelt und durchgeführt.

Die Trainingsinhalte richten sich nach den individuellen Zielen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen. Die Trainingsdauer hängt von den Vorkenntnissen und Fähigkeiten des Einzelnen ab. Das Mobilitätstraining findet im Einzelunterricht statt.

 

Finanzierung/Kostenträger

Für Schüler/innen, welche die Schule für Blinde besuchen oder die im Bereich Wohnen, Leben, Fördern betreut werden, ist das Orientierungs- und Mobilitätstraining über den Kostensatz bezahlt. Anderen Personen wird der jeweils aktuelle Stundensatz berechnet.

Hindernisse Training lebenspraktischer Fertigkeiten

Lebenspraktische Fertigkeiten sind Tätigkeiten, Handgriffe und Verhaltensweisen, die jeder zur Bewältigung des Alltages benötigt.

Das individuell ausgerichtete Trainingsprogramm befähigt den Schüler im Rahmen seiner Möglichkeiten zu einer selbständigen Haushalts- und Lebensführung. Er soll in alltäglichen Lebenslagen seine Umwelt realistischer einschätzen können und die notwendige Handlungssicherheit bekommen.

Die Beherrschung von lebenspraktischen Fertigkeiten kann ihm ein befriedigenderes Zusammenleben in der Gemeinschaft mit Sehenden ermöglichen. Die Inhalte des Trainings erstrecken sich von Umwelt- und Sacherfahrung, über einen effektiven Einsatz der Restsinne, bis hin zur gezielten Vermittlung von vielfältigen Techniken in den im folgenden aufgeführten Trainingsbereichen.

Alltagsprobleme

Für Sehgeschädigte treten im Alltag zahlreiche Situationen auf, in denen sie mit solchen Problemen konfrontiert werden, z. B. beim

  • Fleisch schneiden
  • Zubereiten einer Mahlzeit
  • Heraussuchen zusammenpassender Strümpfe
  • Betten beziehen
  • Knöpfe annähen
  • Umgang mit Geld.

Gezieltes LPF-Training hilft, diese Probleme zu bewältigen.

 

LPF-Trainingsangebote

Brötchen schneidenEssen

  • Orientierung am gedeckten Tisch
  • Umgang mit Besteck
  • Auffüllen von Speisen

Kommunikationsfertigkeiten

  • Unterschrift
  • Umgang mit Geld

Schuhe putzen

Körperpflege

  • Schminken
  • Nagelpflege

Kleiderpflege

  • Waschen
  • Bügeln
  • Schuhe putzen

Kochen

  • sicherer Umgang mit Hitze
  • Abmessen und Abwiegen
  • Grundtechniken des Schälens und Schneidens

Haushalt

  • Boden kehren und wischen
  • Fenster putzen
  • Bad und Küche reinigen
  • und vieles mehr

beim Kochen

Der Unterricht

Rehabilitationslehrer/innen für Sehgeschädigte entwickeln zusammen mit den Sehgeschädigten ein individuelles Trainingsprogramm. Die Basis hierfür ist ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die Ziele und Trainingsinhalte vereinbart werden.

Die Dauer des Trainings hängt von den Vorkenntnissen und dem individuellen Lerntempo des einzelnen Schülers ab. Der Unterricht findet in der Regel zwei- bis dreimal in der Woche statt.

LPF-Training ist immer Einzelunterricht.

 

Finanzierung/Kostenträger

Für Schüler/innen, die das Internat oder die Tagesstätte des Bildungszentrums für Blinde und Sehbehinderte besuchen, ist das LPF-Training im Tagessatz enthalten. Anderen Personen wird der jeweils aktuelle Stundensatz berechnet.

Eine Finanzierung über SGB IX. ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

 

Das Team

 

Ines Hübschmann, Leitung des REHA-Bereichs, Orientierung und Mobilität/Lebenspraktische Fertigkeiten

Lisa Pohlmann, Lebenspraktische Fertigkeiten

Gabriele Schneider, Lebenspraktische Fertigkeiten