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2018 holocaust gedenktagVeranstalter: evang.-luth. Dekanat, kath. Stadtkirche, Israelitische Kultusgemeinde, Stadt Nürnberg, Schüler/innen des bbs nürnberg

Zentrale Veranstaltung zum Holocaustgedenktag

Die Stadt Nürnberg erinnert bei einer zentralen Gedenkfeier zum Holocaustgedenktag gemeinsam mit dem evangelischen Dekanat, der katholischen Stadtkirche und der Israelitischen Kultusgemeinde an den Völkermord an sechs Millionen europäischen Juden wie auch an das Leiden und Sterben von Millionen weiterer Opfer des Nationalsozialismus. Die Feier findet am Samstag, 27. Januar 2018, um 19.30 Uhr in der Reformations-Gedächtnis-Kirche am Berliner Platz statt. Nürnbergerinnen und Nürnberg sind dazu herzlich eingeladen.

In diesem Jahr gestalten Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums für Blinde und Sehbehinderte in Langwasser die Feier. Sie klagen die Verbrechen im Nationalsozialismus beispielsweise mit einer Lesung aus den Erinnerungen eines Blinden an den Tag der Befreiung aus einem Konzentrationslager an. Mit Beispielen aus ihrem Alltag erzählen sie über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausgrenzung. Die musikalische Gestaltung übernimmt neben den Jugendlichen der Chor der Israelitischen Kultusgemeinde. Dadurch verbindet das Gedenken an den Holocaust die verschiedenen Generationen. Ziel der Veranstalter ist es, dass die Erinnerung daran auch jüngeren Menschen ein Anliegen bleibt.

Außerdem wirken Bürgermeister Christian Vogel, der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Jo-Achim Hamburger, sowie die Nürnberger Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern bei der Gedenkfeier mit. 2005 hat die Vollversammlung der UNO den 27. Januar zum internationalen Holocaustgedenktag erklärt. Dies ist der Tag, an dem im Jahr 1945 das Konzentrationslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee bereit wurde. Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat in seiner Proklamation am 3. Januar 1996 den 27. Januar mit folgenden Worten zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland erklärt: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Gedenken in junge Hände legen – das ist in Nürnberg seit einigen Jahren ein wichtiger Baustein der Erinnerungskultur.  maj